Unser Kinderschutzkonzept

Leitbild und Handlungsleitfaden

1. Unsere Grundhaltung

 

Die WTplus Schulen Tormo verstehen sich als Schutz- und Entwicklungsraum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Kinder haben ein Recht auf:

• körperliche und seelische Unversehrtheit

• Selbstbestimmung („Mein Körper gehört mir“)

• Transparenz im Umgang mit Nähe und Berührung

• respektvolle und klare Kommunikation

• Schutz vor Grenzverletzungen

Kinderschutz ist für uns kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.

2. Struktur und Verantwortung

 

Die WTplus Schulen Tormo sind ein Einzelunternehmen.
Die Gesamtverantwortung für Organisation, Personal und Kinderschutz liegt beim Inhaber.

Der Schulleiter ist insoweit erfahrene Fachkraft (ISEF) und verfügt über besondere fachliche Qualifikation im Bereich Kinderschutz.

3. Präventive Maßnahmen

 

3.1 Personal

• Alle Trainerinnen und Trainer legen vor Tätigkeitsbeginn ein erweitertes Führungszeugnis vor.

• Die Vorlage wird alle zwei Jahre erneuert.

• Ein gültiger Erste-Hilfe-Nachweis ist verpflichtend.

• Monatliche pädagogische Teamsitzungen finden statt.

• Alle zwei Jahre erfolgt eine verpflichtende interne Fortbildung zum Thema Kinderschutz.

3.2 Nähe und Berührung im Training

Körperliche Nähe ist im Kampfsport fachlich notwendig. Deshalb gelten verbindliche Regeln:

• Körperliche Korrekturen werden vorher angekündigt.

• Eine Korrektur erfolgt nur nach Zustimmung des Kindes.

• Kinder dürfen Übungen jederzeit ablehnen.

• Berührungen im Intimbereich sind ausnahmslos untersagt.

• Bei Übungen mit besonderer körperlicher Nähe (z. B. Bodenkampf) wird auf Transparenz und Sichtbarkeit geachtet.

• Gespräche mit Kindern finden ausschließlich bei offener Tür oder im sichtbaren Bereich statt.

3.3 Transparenz der Trainingssituation

• Trainingsflächen sind grundsätzlich einsehbar.

• Eltern dürfen jederzeit anwesend sein und Einsicht auf die Trainingsfläche erhalten.

• Einzeltraining mit Minderjährigen findet ausschließlich in Anwesenheit der Eltern statt.

• Trainingstüren werden nur bei Bedarf geschlossen, Sichtfenster gewährleisten Einsehbarkeit.

3.4 Umkleidesituationen

• Nutzung ausschließlich nach Geschlecht getrennt.

• Trainerinnen und Trainer betreten fremde Umkleiden nur im absoluten Ausnahmefall und nach vorheriger Ankündigung.

3.5 Digitale Kommunikation

• Kommunikation erfolgt grundsätzlich über Erziehungsberechtigte.

• Es finden keine privaten Konversationen zwischen Trainern und Minderjährigen statt.

• Social-Media-Kontakte mit Minderjährigen werden nicht geführt.

4. Trainingsformate ohne Elternanwesenheit

 

Bei Kursformaten (z. B. Ferienprogramme oder Intensivkurse), bei denen Eltern nicht dauerhaft anwesend sind:

• gelten die gleichen Schutz- und Transparenzregeln

• erfolgen sensible Übungen ausschließlich in einsehbaren Bereichen

• Übernachtungen oder mehrtägige Fahrten werden nicht angeboten.

5. Umgang mit Verdachtsfällen

 

5.1 Grundsatz

Jeder Verdacht wird ernst genommen.
Es gibt keine Geheimnisse zwischen Trainer und Schüler.

5.2 Verdacht gegen Mitarbeitende

• Dokumentation der Aussagen aller Beteiligten

• Klärungsgespräch unter Leitung des Schulleiters

• Bei Bestätigung oder erheblichem Verdacht arbeitsrechtliche Konsequenzen

• In schwerwiegenden Fällen unverzügliche Einschaltung zuständiger Behörden

5.3 Verdacht auf Gefährdung im Elternhaus

Bei gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung erfolgt:

• fachliche Einschätzung durch den Schulleiter (ISEF)

• Dokumentation

• ggf. Gespräch mit Eltern

• bei Gefährdung: Information des zuständigen Jugendamtes

• in akuten Fällen Einschaltung der Polizei

Die gesetzlichen Regelungen zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung werden beachtet.

6. Werte unserer Schule

 

Kinderschutz ist Teil unserer Wertevermittlung:

• Selbstbestimmung

• Transparenz

• Respekt

• klare Grenzen

• Verantwortung

Grenzüberschreitendes oder respektloses Verhalten wird nicht toleriert – weder unter Schülerinnen und Schülern noch im Verhältnis Trainer – Schüler.

7. Ansprechperson

 

Verantwortliche Ansprechperson für alle Fragen zum Kinderschutz ist der Schulleiter.

Eltern können sich bei Unsicherheiten jederzeit vertrauensvoll an uns wenden.

WTplus Schulen Tormo
Kinderschutz ist Verantwortung – und Selbstverständnis.